Margarete Rosenbohm-Plate

 

 

 

 

 

In: Die Nordwestmark, Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft für den Raum Weser-Ems e.V., 3. Aufl. 1941, Vorsatzblatt.

 

Es ist ein bisher unbeachtet gebliebenes Kapitel der NS-Vergangenheit: Die Versorgung von Landkreisen und Städten im Deutschen Reich mit dem Wohnungsinventar deportierter jüdischer Familien aus Frankreich, Belgien, Luxemburg und Holland.2 Das Ausmaß dieses Unrechts soll hier am Beispiel Ostfrieslands gezeigt werden. Obwohl die Unterlagen der Behörden kurz vor Kriegsende auf Anweisung der Partei vernichtet wurden, sind die Verkaufsanzeigen in der „Ostfriesischen Tageszeitung“ (OTZ) von 1943/443 eine untrügliche Quelle.

Regierungsbezirk Aurich heißt ein Verwaltungsteil des damaligen Gaus Weser-Ems. Er setzt sich aus fünf Kreisen zusammen: Stadtkreis Emden, Landkreis Aurich, Landkreis Leer, Landkreis Norden, Landkreis Wittmund. Jeder Kreis hat eine politische Kreisleitung und ein Wirtschaftsamt unter der Leitung eines Landrates bzw. des Oberbürgermeisters einer Stadt. Wirtschaftsämter gibt es seit Ende 1939. Sie sorgen für die Organisation der Zwangsbewirtschaftung und die Verwaltung der knappen Versorgungsgüter wie z. B. Petroleum, Kohle, Lebensmittel, Spirituosen, Textilien und Hausrat.4 Das Wirtschaftsamt gibt in der Zeitung bekannt, wann Lebensmittelkarten und Bezugsscheine ausgestellt werden, wann es Zuteilungen von Käse, Bienenhonig, Eiern, Blumenkohl, Bohnenkaffee, Kerzen, Frischfisch oder Salzheringen u. a. gibt.

Anfang 1943 werden die Leser der Ostfriesischen Tageszeitung vom Wirtschaftsamt auf aufmerksam gemacht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was in der Ostfriesischen Tageszeitung nicht steht, ist die Herkunft dieser „gebrauchten“ Sachen. Es sind Haushaltsgegenstände, Schlafzimmer-, Küchen- und Wohnzimmereinrichtungen meist holländischer Juden5, deren Wohnungen nach ihrer Deportation auf Weisung der NSDAP von Spediteuren geräumt werden. Die Spediteure haben auch den Auftrag, für den Transport in den Gau Weser-Ems zu sorgen. So entsteht die Bezeichnung „Hollandmöbel“, es ist kein Geheimnis, dass es sich um Eigentum holländischer Juden handelt.

Im offiziellen Schriftverkehr spricht man unverblümt von „Judengut“.6 Beschlagnahme, Transport und Verkauf, genannt „M-Aktion“, ist eine Idee von Alfred Rosenberg, Reichsminister für die besetzten Ostgebiete. Er richtet die „Dienststelle Westen“ ein, die für die Verteilung des beschlagnahmten jüdischen Eigentums zuständig ist. Auf diese Weise sollen Bombengeschädigte, Kriegsversehrte, kinderreiche Familien und Jungverheiratete eine Möglichkeit bekommen, sehr preiswert Einrichtungsgegenstände und Textilien zu kaufen, die wegen der Umstellung auf Kriegsproduktion nicht mehr zu bekommen sind.

Im Gau Weser-Ems übernimmt, wie auch in den anderen Gauen, das Landeswirtschaftsamt die Organisation. Jedem Wirtschaftsamt wird empfohlen, nach „dem Eintreffen der ersten Kähne“ nichts zu überstürzen, das „gebrauchte Gut“ auf Lager zu nehmen und von Fachleuten ordnen und ggf. instand setzen zu lassen. Die Abgabe solle in erster Linie an Fliegergeschädigte erfolgen, die Preise seien „wohlwollend zu gestalten“.

Ausgaben für Lagerung, Licht, Heizung und Arbeitslöhne könnten mit den Einnahmen verrechnet werden, darüber sei genau Buch zu führen. Der Erlös sei „dem Gauleiter zur Verfügung zu stellen“. Wünsche für weitere „Zuweisung einer Kahnladung“ könnten telefonisch geäußert werden. Der Parteigenosse Dr. Friedrich Grolle aus Oldenburg sei „berechtigt, jederzeit die Gegenstände aus der Judenmöbelaktion auf Kunstgegenstände und Kulturgüter zu überprüfen.“7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schreiben des Landeswirtschaftsamtes in Bremen im Auftrag des Reichsstatthalters in Oldenburg vom 20. Januar 1943 offenbart, wie raffgierig noch in den Ladungen nach Wertsachen gesucht wird. Die Aktion ist komplett durchorganisiert. Die Wirtschaftsämter mieten Säle, leer stehende Hallen und nutzen städtische Einrichtungen für den Verkauf. Sie stellen Transport- und Verkaufspersonal ein. Sie geben Bezugsscheine für Bombengeschädigte aus, schalten Anzeigen, rechnen genau ab, überweisen den Erlös abzüglich der Kosten an das Landeswirtschaftsamt Bremen und bezahlen Umsatzsteuer an das zuständige Finanzamt.

In der STADT EMDEN beginnt der Verkauf am 22. Februar 1943 mit:

einem größeren Posten gebrauchter Vorleger und Läufer sowie einigen gebrauchten Teppichen usw. Bombengeschädigte haben Vorzug. Ausweis erforderlich. Emden, den 20. Februar 1943. Der Oberbürgermeister.9

 

Bis zum 20. März 1944 gibt es 54 Verkaufstage in sieben Lokalitäten.10

Verkauft werden:

Betten, Kissen, Steppdecken, Matratzenschoner und Bilder, Oberbekleidung, Unterwäsche, Bettwäsche, Tischwäsche, Tische, Stühle, Schränke und Vertikos, Kommoden, Tische, Sofas, Bettstellen, Waschtische, Nachtschränkchen, Federbetten, Nähmaschinen, Plättofen, Glas und Steinzeug, Eimer usw, Metallbettstellen mit Matratzen und Auflegern, lange Tische, Stahlmatratzen, Kleinmöbel sowie Küchengeschirr usw.

Ob sich wirklich niemand gefragt hat, woher all die Sachen stammen?
Ein Verkaufsort sticht heraus: beim Hause Emden, Klaas-Tholen-Straße 19 (Waisenheim). Es ist das ehemalige jüdische Waisenheim, 1909 in Emden als einer der größten jüdischen Gemeinden Norddeutschlands gegründet und sicher allen Emder Bürgern bekannt.

Auffällig ist, dass es von Beginn an kaum Einschränkungen des Käuferkreises gibt. Zwar haben Bombengeschädigte und Kinderreiche Vorrang, aber ab März 1943 wird nur noch darauf hingewiesen, dass der Verkauf gegen „bar“ erfolgt. Allein für Spinnstoffwaren werden Kaufberechtigungsscheine ausgestellt. Ab 26. September 1943 zeichnet nicht mehr der Oberbürgermeister, sondern der Versteigerer Reinemann für den Verkauf von beschädigten und reparaturbedürftigen Möbeln, ab dem 3. März 1944 jedoch wieder mit der Einschränkung nur an Bombengeschädigte, und zwar in erster Linie an Totalbombengeschädigte, was wahrscheinlich auf die vermehrten Bombenangriffe zurückzuführen ist.

 

Für den KREIS AURICH stellt der Landrat/das Wirtschaftsamt am 28. Mai Bezugsausweise aus für:

Fliegergeschädigte, Kinderreiche und Neuvermählte mit selbständigem Haushalt, die dringenden Bedarf an Haushalts-Geschirr (Teller, Tassen, Gläser, Nippsachen) haben.

Vom 4. Juni bis zum 18. August gibt es acht Verkaufstage.11
Es fällt auf, dass sich die Beschränkung schnell lockert. Am 10. Juni 1943 wird für den Kreis Aurich eine freier Verkauf von Bildern und Bilderrahmen angekündigt.

 

 

 

 

 

Verkaufstage nur mit Bildern gibt es ebenfalls in Bremen und Delmenhorst (Februar 1943), Leer (Juni 1943), Osnabrück und Bersenbrück (Juni/Juli 1943). Bilder sind keine dringend benötigten Haushaltsgegenstände. Daran sieht man, dass es nicht nur um Bedarf für Bombengeschädigte geht, sondern auch um die Aneignung von Dekorations- und Luxusgegenständen. Jeder ‚Volksgenosse‘ kann sich bedienen.

Verkaufstage nur mit Bildern gibt es ebenfalls in Bremen und Delmenhorst (Februar 1943), Leer (Juni 1943), Osnabrück und Bersenbrück (Juni/Juli 1943). Bilder sind keine dringend benötigten Haushaltsgegenstände. Daran sieht man, dass es nicht nur um Bedarf für Bombengeschädigte geht, sondern auch um die Aneignung von Dekorations- und Luxusgegenständen. Jeder ‚Volksgenosse‘ kann sich bedienen.

Für die Stadt Aurich werden am 25. Juni 1943 Stubenöfen, Gas- und elektrische Herde sowie Zubehör ohne Berechtigungsschein abgegeben, am 2., 8. und 19. Juli 1943 sogar ab 14 Uhr frei und am 9./10 August 1943 Spinnstoffe, Läufer und Geschirr ohne Berechtigungsschein verkauft.

Im KREIS LEER ist es ähnlich wie in Aurich. Hier beginnt der Verkauf von gebrauchtem Haushaltsgut am 11. Februar 1943. Bis zum 18. Januar 1944 gibt es 24 Verkaufstage.12

Vom 18. bis zum 20. Februar 1943 werden noch auf persönlichen Antrag und gegen Vorlage einer Haushaltskarte Ausweiskarten ausgegeben, die zum Kauf der begehrten Sachen berechtigen.13 Bei diesen Einrichtungsgegenständen handelt es sich um Schlaf- und Wohnzimmer-Einrichtungen, Einzelschränke, Büfetts, Kredenzen, Einzelbetten aus Holz und Metall, Tische, Stühle, Sofas, Sessel u.a. Schon ab Mai lockern sich die Bestimmungen. Ab 10 Uhr wird ohne Ausweiskarten verkauft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in Leer gibt es am 17./18./19. Juni und 11.Juli 1943 einen Freiverkauf von Bildern, Bilderrahmen und Lampen. Es scheint eine große Partie an Bildern in den Gau Weser-Ems gekommen zu sein. Sie werden heute noch in den Wohnstuben hängen. Am 20. Dezember 1943 wird auf einen erneuten Verkauf von gebrauchten Möbeln und Haushaltsgut hingewiesen, jedoch mit verschärften Bestimmungen nur für Bombengeschädigte und Kriegsversehrte der Stufen 2-4.

Die Ostfriesische Tageszeitung berichtet am 12. Januar 1944:

otz. Möbel für Bombengeschädigte und Versehrte. Am Montag war wieder einmal ein Verkaufstermin in der T u r n h a l l e der O s t e r s t e g s c h u l e angesetzt. Bereits vor der Turnhalle standen Stühle und andere Hausgeräte bereit, die Halle selbst aber umfaßte ein – Warenlager! Eine Fülle gebrauchter, gut erhaltener Möbelstücke war aufgestapelt – Bettstellen, Sofas, Büffets, Behälter aller Art, Spiegel, Bilder, Klubsessel, selbst einige Prunkstücke, wie zum Beispiel ein kunstvoll geschnitzter Eichenschrank, Spiegelschränke und dergleichen, fehlten nicht. Zahlreiche Interessenten hatten sich bereits in den ersten Vormittagsstunden eingefunden, so daß ein reges Leben und Treiben herrschte. Viele Volksgenossen fanden Gegenstände, die ihnen fehlten, so daß man die Einrichtung solcher Verkaufsstellen nur lebhaft begrüßen kann.

Der Bericht in der OTZ unterstreicht das Positive der Aktion und berücksichtigt natürlich nicht die Herkunft. Er klingt werbend und verlockend. Eine freie Berichterstattung ist schon lange nicht mehr möglich. Die letzten noch verbliebenen Zeitungen sind nur mehr Sprachrohr der Parteipolitik.

Im KREIS NORDEN gibt es zwölf Verkaufstage, vom 9. April 1943 bis zum 14. März 1944:14
Zuerst wird ohne Beschränkung verkauft, am 5./9. und 10. Juni 1943 werden nur solche Personen zugelassen, die einen Zulassungsschein von der NSV, Kreisleitung Norden, erhalten haben. Im Juli 1943 heißt es Zulassungsscheine sind nicht erforderlich. Im März 1944 werden Fliegergeschädigte, die sich als solche ausweisen, so weit wie möglich, bevorzugt berücksichtigt. Es bedeutet, dass jedermann Zugriff auf die begehrten Stücke haben kann.

In Wittmund übernimmt nicht das Wirtschaftsamt, sondern der politische Kreisleiter Oltmanns persönlich die Organisation. Er setzt sich sofort über die Anordnungen des Landeswirtschaftsamtes hinweg, indem er verspricht, dass die Sachen frei verkauft werden sollen:15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 3. Mai 1943 bis 14. Februar 1944 gibt es sieben Verkaufstage.16

In einer Anzeige vom 5. Juli 1943 heißt es,

dass die Haushaltungen der früheren Aemter Wittmund und Esens, denen noch einzelne Möbelstücke fehlen, die Möglichkeit haben, solche aus in Bensersiel lagernden Beständen zu erwerben, und zwar am Dienstag Polstermöbel und Teppiche und am Freitag Büfetts, Schränke, Tische und Stühle. Die Abgabe erfolgt gegen Barzahlung und ohne Vorlage einer besonderen Bescheinigung.

Das wird erst im Dezember geändert, für Käufe Anfang 1944 werden wieder Bescheinigungen vom Ortsgruppenleiter gefordert. Die Bestimmungen verschärfen sich 1944 auch in anderen Kreisen, vielleicht wegen der zunehmenden Bombenangriffe und Unmut über die lasche Weise, mit der die Wirtschaftsämter den Verkauf regeln.

 

Alle Anzeigen zeigen, wie schnell sich die anfangs strenge Beschränkung lockert, so dass nicht nur vom Bombenkrieg Betroffene die preiswerten Sachen kaufen können. Im Schriftverkehr der Wirtschaftsämter wird deutlich, dass der Verkauf der im Volksmund so genannten „Hollandmöbel“ eine komplett durchorganisierte Aktion im gesamten Gau Weser-Ems ist.17 Nicht nur die Vernichtung der Juden ist minutiös geplant, sondern auch die Plünderung ihrer Wohnungen. Die Käufer der „Judenmöbel“ sind daran beteiligt. Sie sind Nutznießer der Plünderungen. Auffällig ist, dass die Unterlagen der Wirtschaftsämter auf Anweisung der Partei im März/April 1945 fast sämtlich vernichtet werden. Die Militärregierung fordert nach Kriegsende von Städten und Kreisen Listen über die Verwertung von „Judengut aus Holland“ an.18 Diese Listen sind zusammen mit den Verkaufsanzeigen und den spärlichen Hinweisen in der Regionalliteratur wichtige Informationen zu der lange verdrängten und selten dargestellten Aktion der NSDAP, der kommerziellen Plünderung jüdischer Wohnungen. Der Ausdruck kommerziell ist hier insofern gerechtfertigt, als die Gauleitung nicht nur die Bevölkerung versorgen will, sondern durch den Verkauf Gewinn erzielt. Dies wird aus den Angaben der Landräte an die Militärbehörde über Abrechnungen der Kreise des Regierungsbezirkes Aurich an das Landeswirtschaftsamt in Bremen deutlich.19 Abzüglich Transportkosten, Arbeitslöhnen, Mieten, Anzeigen und Umsatzsteuer werden folgende Erlöse erzielt.20

Kreis Aurich: 220.915,86 RM
Stadt Aurich: 53.492,45 RM
Kreis Leer: 169.323,80 RM
Kreis Norden: 175.775,76 RM
Norderney: 89.409,18 RM

Zum Vergleich: Der Verkaufswert eines Wohnhauses wird 1946 von den Militärbehörden auf ca. 50.000 RM geschätzt.

Forschungsstand Juni 2017

 

 

 

 

 

 

 

1 In: Die Nordwestmark, Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft für den Raum Weser-Ems e.V., 3. Aufl. 1941, Vorsatzblatt.

2 Ausführlich dargestellt in meinem 2003 im Oldenburger Jahrbuch erschienenen Aufsatz: Hollandmöbel – Auslandsmöbel – Judenmöbel digital.lb-oldenburg.de/ihd/content/pageview/154415 Dazu als Korrektur: Inzwischen sind 13 Kahnladungen für Oldenburg und 43 für Bremen nachgewiesen. Es gab keine Versteigerungen von „Hollandgut“. Die Erlöse wurden an das Landeswirtschaftsamt Bremen überwiesen und von dort an die Gauleitung weitergeleitet.

3 Zu finden in der Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft Aurich

4 Sie waren auch zuständig für Schauung und Reinigung von Sielen und Gräben, Lebensmittelkarten, Jagdsteuer, Lehrgänge für Fleischbeschauer, Meldepflicht von Wohn- und Geschäftsräumen, Kartoffelkäfersuchdienst, Maul- und Klauenseuche, Fleischbeschaubezirke, entlaufene Rinder u.a., Anzeigen des Wirtschaftsamtes in der OTZ 1943

5 Nicht nur der Gau Weser-Ems, sondern jeder Gau im Deutschen Reich profitiert von dem Raub: siehe „Gesamtleistungsbericht der Dienststelle Westen vom 8. August 1944: 69619 Wohnungen in Frankreich „erfasst“ in: Wolfgang Dreßen: Betrifft: „Aktion 3“. Deutsche verwerten jüdische Nachbarn, Berlin 1998

6 NLA OS Dep 75b, Nr. 82 Diesen Hinweis verdanke ich Christina Hemken vom Museumsdorf Cloppenburg.

7 a.a.O.

8 a.a.O.

9 Carl Renken, ein Günstling Carl Rövers, verwaltet sein Amt (1937 – 1945) in nationalsozialistischer Manier, u.a. durch antijüdische Aktionen.

10 Museum am Wall, Emden: 22./23./24. Februar, 1. März 1943 beim Fegterschen Hause, Am Brauersgraben: 30./31. März 1943 1./6./7./8./13./14./15./20./21./22. April, 14./15./16. Juni,
26./27./28./29./30. Juli, 3./4./5./6. August, 28. September 1943 Große Brückstraße 20 (früher Bäckerei Cramer): 28. Mai, 4./25. Juni, 2./9./16./23. Juli, 10. September 1943 beim Hause Emden, Klaas-Tholen-Straße 19 (Waisenheim): 22./23./24./29. Juni, 7./8./9. Juli 1943 beim Hause Fokken & Müller, Hof von Holland: 29. September, 5./6./7./27. Oktober 1943, 3. März 1944 Gastwirtschaft Janssen in Detern: 26. Oktober 1943 im Gastwirt Johann de Boerschen Wallsaal, Meistergeerdsstraße: 11./12./13./21. März 1944

11 Möbelhandlung Uden, Straße der SA, Aurich: 4./10. Juni 1943 im Hofe des Piqueurhofes: 25. Juni, 2./8./19. Juli 1943 in „Brems Garten“: 9./10. August 1943

12 Lagerhalle der früher Robert Weberschen Werke, Sägemühlenstraße: 11./16. Februar, 9. April 1943 Turnhalle, Straße der SA.: 25. Februar, 4./9./13./26. März, 2./29./30. April, 7./13./20./27. Mai, 8./10./17./18./19./25. Juni, 2./13. Juli 1943 Turnhalle der Osterstegschule: 18. Januar 1944

13 beim Kreiswirtschaftamt Leer, Heisfelderstraße 65, Zimmer 2 und bei der Stadtwirtschaftsabteilung in Leer, Reformierter Gemeindesaal

14 Reichsgetreidehalle in Süderneuland II14: 9. April 1943 Süderneuland hat einen kleinen Hafen mit Verbindung zum Norder Hafen. Gastwirtschaft „Zur Börse“ in Norden14, Am Markt 22: 10. April, 4./5. Juni 1943 Wenige Wochen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kommt es zu Übergriffen auf politische Gegner: 27 Sozialdemokraten und Kommunisten werden in der Gaststätte Zur Börse von Nazis brutal misshandelt. Jugendheim in der Klosterstraße14: 10. April, 10. Mai, 9./10. Juni, 2./15. Juli 1943 Eine alte Zichorien-Darre in der Klosterstraße war in Eigenarbeit von der Norder Arbeiterbewegung zum Jugendheim aus- und umgebaut worden. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten werden die Organisationen der Arbeiterbewegung verboten. Norddeich in der Wagenhalle, südwestlich des Hotels Norddeich: 27. April 1943 bei den Baracken der Knyphausenstraße: 14. März 1944

15 OTZ vom 6. Juli 1943

16 Bensersiel: 3./4. Mai, 6./9./14./23. Juli 1943 in der Baracke gegenüber der Kreisberufsschule in Wittmund: 14. Februar 1944

17 In den andern Gauen wird es ähnlich gewesen sein.

18 NLA OS Dep 75b, Nr. 82

19 NDS. STAATSARCHIV IN AURICH Rep. 17/1, Nr. 802 Diesen Hinweis verdanke ich Christina Hemken vom Museumsdorf Cloppenburg.

20 Die Zahlen für die Stadt Emden und den Kreis Wittmund fehlen.

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