Barssel

Josef Möller „Jugend im 3. Reich“ in: Bürger- und Heimatverein Barßel (Hg.) Das Alt Kirchspiel Barssel. Von Roggenberg bis Harkebrügge“. 1994, S. 434

„In fast jeder Woche sahen wir auf dem Bahnhof in 0 die Züge mit den holländischen Juden”, sagt ein Barßeler, der als Schüler nach Oldenburg fuhr. „Man sagte uns, sie kämen bis zum Kriegsende in Internierungslager, damit sie nicht dem deutschen Volk schaden könnten.” So begründete man auch das Vorhandensein und den Verkauf der „Judenmöbel”. Leute, deren Wohnungen durch Bombenangriffe beschädigt oder zerstört worden waren, konnten Tische, Schränke und Stühle bekommen. Aber auch andere Personen, die gute Beziehungen zur Partei hatten, erwarben Möbelstücke oder Rundfunkempfänger aus diesen Aktionen.“