Verkäufe

Mit der Verfolgung, Vertreibung und Deportation jüdischer Bürger in den vom Deutschen Reich beherrschten Nachbarländern setzt eine beispiellose Raub- und Plünderungsaktion ein, die sich einerseits auf wertvollen Kulturbesitz, aber auch auf unzählige Objekte aus den Haushalten und Wohungen richtet. Dieses “Raubgut” wird in großem Umfang in das Reichsgebiet verbracht und dort zugunsten von Partei- und Staatseinrichtungen verkauft. Hier wird es dann unter Bezeichnungen wie “Hollandgut”, “Hollandmöbel” oder “Judenmöbel” gehandelt. Heute lässt sich dieser umfangreiche Handel vor allem noch in den Zeitungsanzeigen der Zeit sowie in den wenigen erhaltenen Verkaufslisten nachweisen.