• Konferenz 2016 - Programm

    Provenienzforschung im Nordwesten

    Museumsdorf Cloppenburg, 15. März 2016
    Münchhausenscheune, Vortragssaal
    Die Konferenz “Provenienzforschung im Nordwesten” gibt in Vorträgen und Workshops einen Überblick über laufende und abgeschlossene Provenienzforschungsprojekte in Museen und Bibiotheken. Sie stellt unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Identifizierung enteignungs- und vertreibungsbedingten Raubguts aus der Zeit des Nationalsozialismus vor und diskutiert Perspektiven der Provenienzforschung in kulturgeschichtlichen Sammlungen.
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  • Karl-Heinz Ziessow: Vorwort

    Im Jahre 1957 fragte der Hannoveraner Historiker Wilhelm Treue in seinem Buch “Kunstraub”,1 ob es sich bei den nationalsozialistischen Beutezügen nicht ganz einfach “um Plünderung und um eine absichtliche Erniedrigung der Unterworfenen” oder wie bei Hermann Göring um “Formen des Diebstahls für die eigene Person” gehandelt habe. Kaum mehr als zehn Jahre nach Kriegsende stand dies Geschehen noch lebhaft in der öffentlichen Diskussion. ... weiter...

  • Peter van Mensch: Museums and their collections - new perspectives on ownership

    The following paper is based on and inspired by discussions within the ICOM International Committee for Collecting. This committee (usually referred to as COMCOL) was created in 2009, receiving full status within the ICOM institutional framework in 2013. The aim of the committee is to deepen discussions, and share knowledge on the practice, theory and ethics of collecting and collections (both tangible and intangible) development. The mandate includes: collecting and de-accessioning policies; contemporary collecting; restitution of cultural property and respectful practices that affect the role of collections now and in the future, from all types of museums and from all parts of the world.1 ... weiter...

  • Karl-Heinz Ziessow: Zur Einführung - Das Museumsdorf Cloppenburg als Beispiel

    Vorab
    Unter dem Datum des 25. Januar 1944 verzeichnet das Tagebuch des Cloppenburger Museumsdirektors Heinrich Ottenjann: Der Schlachthof brachte einen alten zweirädrigen Wagen, dessen Sitz in Lederriemen aufgehängt ist. Er kommt aus Holland. H. Elerie-Cloppenburg schenkte ihn dem Mdf. Näheres darüber weiter unten! ... weiter...

  • Margarete Rosenbohm-Plate: „Hollandmöbel – Judenmöbel“ im Oldenburger Münsterland

    Am 13.4.1943 besprachen die Bürgermeister des Kreises Vechta auf einer Dienstversammlung beim Landrat Fragen des Wirtschaftsamtes, u. a. die Versorgung der Bevölkerung mit Textilien, Öfen, Herden, Fahrrädern, Kohlen, Schuhen und… Möbeln. ... weiter...

  • Christopher Galler: Politische Funktionalisierung von Museen

    In den folgenden Ausführungen wird herausgearbeitet, ob und in welcher Weise eine politische Funktionalisierung von kulturgeschichtlichen Museen in Niedersachsen während der NS-Zeit stattgefunden hat. Besonders im Fokus stehen dabei das Bomann-Museum in Celle, das Museumsdorf in Cloppenburg und das Vaterländische Museum in Hannover (heute Historisches Museum Hannover), da alle drei Einrichtungen auch Gegenstand eines laufenden Dissertationsprojekts sind. ... weiter...

  • Marcus Kenzler: Provenienzforschung am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg - Einblicke und Ausblicke

    Seit Anfang des Jahres 2011 werden die vielfältigen Sammlungen des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg systematisch auf ihre Herkunft und die Erwerbungszusammenhänge überprüft. ... weiter...

  • Anneke de Rudder: Objektprovenienz und Familienforschung - Das Beispiel der Heinemann-Nachfahren

    Seit 2014 gibt es am Museum Lüneburg ein Projekt zur Provenienzforschung, gefördert zunächst durch die Arbeitsstelle für Provenienzforschung, seit 2016 durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.1 Das Museum Lüneburg, eröffnet 2015, versteht sich als ein interdisziplinäres, kultur- und naturhistorisch ausgerichtetes Regionalmuseum für die Hansestadt Lüneburg und die angrenzende regionale Kultur­landschaft. Grundlage sind die Sammlungen des früheren Naturmuseums, der Stadtarchäologie und des ehemaligen Museums für das Fürstentum Lüneburg. Die Provenienzforschung beschäftigt sich mit den Objekten aus letzterer Sammlung. ... weiter...